Wie du dein Mikrobiom in der Weihnachtszeit unterstützen kannst ​

Mikrobiom

Wie du dein Mikrobiom in der Weihnachtszeit unterstützen kannst ​


Wie du dein Mikrobiom in der Weihnachtszeit unterstützen kannst

“Food is the issue not the symptom”

Dieser Satz hat einerseits eine physiologische Bedeutung, andererseits bezieht er auch auf die mentale Ebene.

Physiologische Bedeutung: was ich damit meine; „Food is the issue“ = „Du bist, was du isst” –  ich glaube das brauche ich euch nicht mehr erklären. Vielmehr möchte ich mich heute über die andere Seite mit euch unterhalten.

Welche Beziehung die Nahrung und unsere Psyche miteinander haben.

Dezember ist der Monat, wann unsere lieben Darmbakterien extrem gefordert sind, gegen den schlechten Bakterien standzuhalten.

  • du isst weniger Gemüse – dein Körper bekommt weniger Ballaststoffe und die guten Bakterien haben so weniger Futter
  • Süßigkeiten – Zucker und verarbeitete Kohlenhydrate (Mehl) sind Futter für die schlechten Darmbakterien.

Kennst du das Gefühl, wenn du immer stärkeres Verlangen nach etwas Süßes spürst?

Da spielen die schlechten Darmbakterien auch eine Rolle. Über die Darm-Hirn Achse schicken sie Signale für das Gehirn, die dann für dieses Verlangen verantwortlich sind.

Der menschliche Mikrobiom ist ein dynamisches System. Grundsätzlich dominieren bei Normalgewichtigen die Stämme „Bacteroidetes“, bei Übergewichtigen hingegen die Firmicutes. Die Zusammensetzung deines Mikrobioms wird aber durch deine Ernährung maßgeblich beeinflusst. Durch falsche Ernährungsweise werden „Firmicutes“ viel mehr in Überzahl, was sogar zu einer Gewichtszunahme von mind. 1 kg/Jahr führen kann. Klingt ja nicht so drastisch, aber könnte schon einiges erklären:

„In meinem Alter kann man nicht so leicht abnehmen!“

„Mit 20 war ich auch 10 kg weniger!“

Es wurde auch bewiesen, dass Personen mit einem schlechten Mikrobiom auch deutlich mehr essen.

Die typischen Symptome für ein schlechtes Mikrobiom sind:

  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Blähungen
  • Hämmorhoiden
  • Mundgeruch
  • Du bist ständig gereizt
  • Depression
  • Hautausschläge oder Hauptinfektionen
  • Schlafstörung
  • Haarausfall
  • Nährstoffmangel und Mangelerkrankungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Du bist erschöpft
  • Verlangen nach bestimmten Essen (meistens nach Süßigkeiten)
  • Übergewicht oder eben Untergewicht

Also wie du siehst, eine schlechte Darmflora kann nicht nur hinter deinen körperlichen Beschwerden sondern auch hinter psychischen Beschwerden stehen.

Was kannst du dagegen tun?

Nahrungsergänzungsmittel sind in solchen Fällen leider nicht ausreichend. Du sollst auch auf deine Ernährung bewusst achten.

Was deinem Mikrobiom schadet:

  • Zucker
  • Alkohol
  • Stress
  • Einseitige Ernährung
  • Fertigprodukte
  • Süßungsmittel
  • Antibiotika
  • Schmerzmittel

Wie du dein Mikrobiom gerade in dieser Jahreszeit schützen und unterstützen kannst?

  1. Saisonale Gemüse: Wurzelgemüse sowie Kohlgemüse enthalten nicht nur eine Menge Ballaststoffe, sondern versorgen deinen Körper auch mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen. Diese Ballaststoffe dienen dann als Futter für deine guten Darmbakterien.
  2. Unterschätze die gesunde Wirkung einer traditionellen Knochenbrühe nicht! Knochenbrühe wirkt entzündungshemmend und wohltuend für deine Darmschleimhaut. (Enthält auch Kollagen!) Die Knochen sollst du mindestens 10-12 Stunden lang langsam kochen, ist also eine tolle Tätigkeit in diesen Lock-Down-Zeiten. 😉
  3. Iss regelmäßig fermentiertes Gemüse. In den traditionellen Küchen war fermentiertes Gemüse immer Teil der Ernährung im Winter. Es hat eine probiotische Wirkung, so kannst du für die Diversität deiner Darmflora sorgen.
  4. In der Vorweihnachtszeit und während den Feiertagen hat man natürlich einen erhöhten Zuckerkonsum und ich meine damit nicht nur Industriezucker sondern auch alle andere einfache Kohlenhydrate (zählen glutenfreie Kekse auch dazu). Du kannst deine Darmflora dadurch unterstützen, dass du auf deinen Gemüsekonsum bewusst achtest. Iss ab und zu Stangensellerie oder rohe Karotten auch Mal als Snack, damit dein Körper mit Ballaststoffen gut versorgt wird.
  5. Entzündungshemmende Lebensmittel in deine Mahlzeiten einbauen: Oliven, Fisch (Lachs oder Forelle, Meeresfrüchte, Avocado, Brokkoli, Ingwer, Kürbis)

Wenn du das Gefühl hast, dass du eine intensive Darm-Kur brauchst, um deine Darmgesundheit wieder aufzubauen, kann ich dir mein 12-wöchiges Coaching-Programm empfehlen. In diesem Programm werden wir in ersten Linie auf deine Verdauung konzentrieren, aber als ein schöner Nebeneffekt kannst du dich auch auf dein Wohlfühlgewicht freuen.

Deine Darmgesundheit beeinflusst sooo viele körperliche Prozesse: Immunsystem, Hormonsystem und natürlich auch deinen Stoffwechsel. Ohne einer gesunden Darmflora ist weder Gewichtsreduktion noch Muskelaufbau möglich.

Ich freue mich, wenn wir das Neue Jahr Gemeinsam, Gesund starten können!

Liebe Grüße

Adrienn

Dein Online-Ernährungscoach

Mikrobiom